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PROJEKTARCHIV
EVALUATION
Sprachförderung
(April, Juli und Oktober 2009)

Korrektes Sprechen, Schreiben und Verstehen ist der Schlüssel zu Erfolg in Schule, Ausbildung und Beruf. Wer aber Deutsch als Zweit- statt als Muttersprache lernt, hat mit allerlei Stolpersteinen zu kämpfen, nicht nur beim Sprachverständnis. Häufig können weder Eltern noch Schulen die nötige Förderung leisten, zumal nur wenige Lehrkräfte speziell hierfür ausgebildet wurden. Viele Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien starten deshalb nicht mit den gleichen Chancen wie Gleichaltrige deutscher Herkunft. Diesen jungen Menschen bietet die gelbe Villa spezielle Sprachcamps, entwickelt nach jüngsten sprachwissenschaftlichen Erkenntnissen. Intensiv von Studierenden der Sprachwissenschaft betreut, wird dort in Kleingruppen jenseits von Regelunterricht, Klassenverband und Notendruck ein selbstbewusster und fehlerfreier Umgang mit der deutschen Sprache geübt. Den auf individuelle Sprachschwächen ausgerichteten Unterricht ergänzen verschiedene Kreativworkshops, die nicht sprachliche Ausdrucksformen fördern. Kreativer Spracherwerb heißt also nicht stures Pauken, sondern „Grammatik zum Anfassen“ - mit erzählten und geschriebenen Geschichten, gereimten Gedichten, beim Theaterspiel oder in der Rap-Werkstatt. Das Vorstellen der eigenen Lernerfolge beim öffentlichen Auftritt stärkt am Ende neben den Deutschkenntnissen auch Selbstvertrauen, Verantwortungsgefühl und soziales Miteinander insgesamt - damit wirklich alle mitsprechen können. Schließlich ist erfolgreiche Sprachförderung ein entscheidender Beitrag zu erfolgreicher Integration. Diese in der gelben Villa umgesetzten Modellprojekte für Schülerinnen und Schüler von Grund- wie Oberschulen werden unter anderem von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Stiftung Mercator sowie der Stiftung Parität und durch private Spenden unterstützt.

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